» Das Interview mit Margaret Peterson Haddix zur Mystery-Serie ›Im Sog der Zeiten‹
» Das Interview mit Margaret Peterson Haddix zur Schattenkinder-Serie



Interview zur Mystery-Serie ›Im Sog der Zeiten‹


Warum wollten Sie unbedingt eine neue Serie schreiben?
Das hatte mehrere Gründe: Mein Verlag hat mich um eine neue Serie gebeten, nachdem ich den letzten Band der Schattenkinder geschrieben hatte. Darüber hinaus wusste ich durch die Schattenkinder, dass es mir Spaß machen würde, eine neue Serie zu entwickeln. Und zu guter Letzt hatte ich das Gefühl, dass sich der Stoff, auf dem Im Sog der Zeiten basiert, hervorragend dafür eignen würde.

Warum befinden sich ausgerechnet 36 Babys an Bord des Flugzeugs? Hat diese Zahl irgendetwas zu bedeuten?
Diese Frage wurde mir schon so oft gestellt, dass ich inzwischen eine gute Antwort darauf haben sollte! Mal überlegen – die 36 war bestimmt eine magische Zahl in irgendwelchen alten Kulturen, da sie das Produkt der Zwei zum Quadrat und der Drei zum Quadrat ist, welche beide wiederum Primzahlen sind …
Okay, ich habe einfach keine vernünftige Erklärung. Es schien mir einfach logisch, dass es in einem so kleinen Flugzeug 36 Sitze gibt – zwölf Reihen und in jeder Reihe drei Sitze. Außerdem habe ich mir vorgestellt, dass 36 namenlose und möglicherweise schreiende Babys für ein Riesenchaos am Flughafen sorgen, wo es mit Sicherheit weder 36 Kinderwagen noch 36 Fläschchen gibt. Ich brauchte dieses Chaos, um plausibel zu machen, warum nur wenige Menschen ein Flugzeug bemerken, das sich plötzlich in Luft auflöst.

Welche zweite Identität hat Jonas?
Sie glauben doch wohl nicht ernsthaft, dass ich Ihnen das verrate, oder?
Aber ich kann sagen, dass mir während des Schreibens immer wieder neue Ideen für Jonas‘ Identität durch den Kopf gegangen sind. Wie Sie vielleicht bemerkt haben, gibt es in dem Buch nirgends eine detaillierte Beschreibung seines Äußeren – das hat natürlich einen Grund. In früheren Textfassungen habe ich Jonas sehr genau beschrieben, aber dann hielt ich es für sinnvoller, die Beschreibungen vage zu halten (was etwas merkwürdig ist, denn normalerweise wollen Autoren immer mehr ins Detail gehen und nicht weniger). Aber ich habe das gemacht, damit niemand einen vorschnellen Schluss zieht – und damit ich mir nichts verbaue, falls mir plötzlich wieder eine neue Idee kommt.
Aber ich verspreche, dass das Geheimnis um Jonas‘ Identität am Ende der Serie gelüftet sein wird!

Was ist mit Daniella McCarthy? Warum war sie nicht auf der Adoptionskonferenz? Wird sie in einem der nächsten Bücher auftauchen?
Daniella McCarthy war nicht auf der Konferenz, weil es Probleme mit dem Umzug ihrer Familie nach Ohio gab. Sie wird in einem der nächsten Bücher auftauchen und ich denke, sie wird ein sehr interessanter Charakter werden.

Wie viele Bücher sind für die neue Reihe geplant?
Sieben. Das zweite Buch habe ich bereits geschrieben, es soll im August 2009 in den USA erscheinen. Für den dritten Band habe ich sogar schon einen ersten Entwurf verfasst und darüber hinaus habe ich Ideen für vier weitere Bücher.

Mussten Sie für dieses Buch viel recherchieren?
Nicht so viel wie für den zweiten und dritten Band der Reihe. Für „Die Entführten“ habe ich einige Sachbücher zum Thema Zeitreise gelesen und im Internet recherchiert. Außerdem habe ich meinen jüngeren Bruder befragt, der sich viel besser mit Science Fiction auskennt als ich. Und da es meiner Meinung nach keine realistischen Erlebnisberichte von Zeitreisen gibt, kann ich sie in meinen Büchern einfach so beschreiben, wie ich sie mir vorstelle.